Mit diesem Auszug aus einem Songtext der Band „Fettes Brot“
möchte ich mich heute der rechtlichen Situation
im Thema Kopterflug zuwenden.

Das Hobby zieht immer weitere Kreise. Viele tappen dabei im Dunkeln
und stellen sich die Frage was darf ich und was darf ich nicht.


Mit dieser Frage steigen wir auch direkt ein und stellen zunächst fest,
dass es in jedem Bundesland etwas anders gehandhabt wird. „Bundesrecht bricht Landesrecht“
hat in diesem Thema offenbar keinerlei Gewicht.

Als Bewohner von Rheinland-Pfalz werde ich heute über
die hiesige Situation berichten, die sich im Laufe des vergangenen Jahres
leider etwas verschärft hat, sowohl was die Kosten angeht als auch die
Rahmenbedingungen.

Wichtiger oder vielleicht wichtigster Dreh- und Angelpunkt
ist hier das Landesamt Mobilität Rheinland-Pfalz
mit der Fachgruppe Luftverkehr mit einem großen Einfluss auf unser (Hobby).

Ich setze Hobby bewusst in Klammern, da sich die Definition
zu unseren ungunsten gewandelt haben.

Benötigte man bisher ausschließlich bei gewerblicher Nutzung
eines unbemannten Fluggeräts eine behördliche Aufstiegserlaubnis,
so benötigt man aktuell eine Genehmigung für alle fliegenden Gerätschaften,
die eine Kamera mit sich führen, da hier der Betrieb
dem alleinigen Zwecke einer Freizeitunterhaltung übersteigt.

Argumentiert wird hier mit dem Thema Sicherheit.
Denn bei einem Flug mit Kamera und der Absicht Luftaufnahmen zu erstellen
fällt die Konzentration während dem Flug natürlich vermehrt auf die Motivqualität
und weniger auf den Flug oder das Luftfahrzeug selbst.

Genau das fällt bei der heutigen Technik mit GPS und Sensorik nicht schwer.
Aber letztendlich sind die Piloten gefordert und sollten jederzeit
den Überblick und die Kontrolle über ihr Luftfahrzeug haben.

Dieses Thema sorgt zur Zeit für viel Zündstoff und wird in diversen Foren
breit getreten.

Solltet ihr selbst mit dem Gedanken spielen in dieses Hobby einzusteigen
oder den nächsten Schritt in Richtung Gewerbe gehen wollen,
kann ich nur den Tipp geben euch ausführlich zu informieren und jede Information
quasi aufzusaugen. Und am Besten – ist ja klar – aus Quellen mit einer entsprechenden
Informationsqualität.

Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass ihr für Luftaufnahmen in Rheinland-Pfalz
um eine allgemeine Aufstiegserlaubnis nicht mehr herum kommt. Faktoren wie
Gewicht oder Art des Luftfahrzeugs spielen hier keine Rolle mehr.

Es gilt die Regel: Luftaufnahmen = Aufstiegsgenehmigung!

Zu den Kosten sei noch kurz erwähnt, dass die erfolgreiche Ersterteilung
mit 150 EUR zu Buche schlägt und auch nur 1 Jahr gültig ist. Die Folgegenehmigung
gilt dann 2 Jahre und kostet nochmals 200 EUR. Außerdem muss jeder Aufstieg mindestens 48h
vorher beim Landesamt Mobilität und den örtlichen Behörden des Aufstiegsortes mitgeteilt werden.
Weitere Auflagen erspare ich mir an dieser Stelle.

Alle anderen Dinge wie Versicherung und ggf. Gewerbeanmeldung
habe ich hier erst gar nicht angesprochen, sind aber ebenso zwingend erforderlich
und natürlich mit weiteren Kosten verbunden.

Und um abschließend noch mehr Verwirrung zu stiften noch der Hinweis,
das die genannten Bestimmungen in Verbindung mit einer allgemeinen Aufstiegserlaubnis
nur für Luftfahrzeuge unter 5 kg gilt.
Bei Schwergewichten über dieser Grenze wird keine allgemeine Erlaubnis erteilt.
In diesen Fällen ist vor jedem Aufstieg ein individuelles Antragsverfahren nötig
mit Kosten die teilweise um ein vielfaches höher sind.

Wie ihr seht ist das Thema sehr komplex und unterliegt vielen Auflagen und
Bestimmungen. Auch gibt es immer wieder Änderungen.
Die Sache sollte also stets aufmerksam verfolgt werden.

Weiterführende Informationen findet ihr unter:
http://www.lbm.rlp.de/Aufgaben/Luftverkehr/Drohnen-UAS/

Bei Anmerkungen, Kritik, Lob und Fragen rund um dieses Thema
schreibt mir einfach auf kontakt@pixel-stuermer.de oder nutzt das Kontaktformular.

Bis dahin guten Flug!